Kinderbetreuung in Kita, Tagespflege und Hort

 

 

(1) Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hauptvorstand
Lehrkräfte- und Erzieher*innenmangel als Folge der schwarzen Null

(1a) Eckpunkte für ein neues Kita Gesetz in NRW
Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für ein neues Kita Gesetz in NRW

(1b) Autorengruppe Fachkräftebarometer
Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2017
Der Teilarbeitsmarkt Frühe Bildung boomt anhaltend. Der demografische Wandel, der sich abzeichnende weitere Anstieg des Platzbedarfs und die politisch ins Auge gefasste Anhebung der Qualität mit Fokus auf die Verbesserung des Personalschlüssels in der Kindertageseinrichtung verlangen nach erheblichen Anstrengungen, zusätzliches Personal auszubilden und für den frühpädagogischen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Um einen massiven Personalmangel zu vermeiden, gilt es nicht nur, das volle Arbeitskräftepotenzial auszuschöpfen und dadurch eine höhere Flexibilität zu erreichen. Damit die Qualität der Einrichtungen nicht beeinträchtigt wird, muss darüber hinaus die Leistungsfähigkeit dieses Arbeitsmarktsegments erweitert werden.

 

(2) Thomas Rauschenbach, Matthias Schilling, Christiane Meiner – Teubner
Plätze. Personal. Finanzen – der Kita – Ausbau geht weiter
Das politisch ausgesprochen ehrgeizige Ziel eines bedarfsdeckenden Ausbaus an Betreuungsangeboten für Kinder im ersten Lebensjahrzehnt ist überhaupt nur unter zwei Bedingungen zu realisieren:

Erstens, wenn sich der Bund verstärkt an den Kosten mit einem relevanten Anteil beteiligt, damit das Milliarden-Projekt in einem Finanzierungsmix von Bund, Ländern und Gemeinden – und ggf. der Beteiligung freier Träger und von Eltern – überhaupt umzusetzen ist; und zweitens, wenn das gesamte Feld der Frühen Bildung so attraktiv gemacht und aufgewertet wird, dass ein nennenswerter Teil junger Menschen zusätzlich als künftige Fachkräfte gewonnen werden kann.

Wer Kindern von Beginn an eine gute Förderung und Entwicklung zugutekommen lassen will, wer Kindern von früh auf gleiche Chancen jenseits der sozialen Herkunft geben will, kann nicht die Standards senken, um sich dadurch noch zusätzliche Plätze und Personal zu erhoffen – das wäre ein fatales Signal an die bereits Beschäftigten –, sondern muss konsequent die nachholende Modernisierung eines Arbeitsfeldes und seiner Fachkräfte vorantreiben.

Das gilt im Kern auch für das Angebot an Horten und Ganztagsschulen im Grundschulalter. Bis heute gibt es keine politisch abgestimmten Vereinbarungen, wie der Bedarf an weiteren und besseren Betreuungsangeboten für Grundschulkinder realisiert werden soll. Die Zahlen und Eckwerte lassen sich aus dieser Studie entnehmen. Auch hier sind … Bund, Länder und Gemeinden gefordert, gemeinsam politisch aktiv zu werden. (S. 53)

 

(2a) Kathrin Bock-Famulla, Anne Münchow, Eva Strunz
Qualitätsausbau in KiTas 2017
Sieben Fragen zur Personalausstattung für Führung und Leitung in deutschen KiTas – Sieben Antworten der Bertelsmann Stiftung

 

Das „Gute – Kita – Gesetz“
(3) Infografik „Damit es jedes Kind packt“
(3a) Das Gute-Kita-Gesetz
Am 1. Januar 2019 ist das Gute-KiTa-Gesetz in Kraft getreten. Mit dem Gesetz investiert der Bund insgesamt 5,5 Milliarden Euro bis 2022. Ganz neu dabei: Das Gesetz ist ein Instrumentenkasten, um Kinderbetreuung überall in Deutschland besser zu machen.

Kommentare zum Gute – Kita – Gesetz
(3b) „Qualitätsversprechen einlösen“ (15.10.2018)
Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung („Gute-KiTa-Gesetz“) weist gravierende Mängel auf und wird in der aktuellen Fassung zu keiner flächendeckenden Qualitätsverbesserung in der Kindertagesbetreuung führen…
(3c) Qualitätsoffensive für Kitas ohne klare Vorgaben (05.12.2018)
(3d) Es fehlen Strategien, die Personallücke zu schließen
(3f) 7. Nationaler Bildungsbericht (2018)
Anhaltender Geburtenanstieg, Zuwanderung und die steigende Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen stellen die Frühe Bildung vor bislang ungeahnte Herausforderungen.

„Mehr Große für die Kleinen“
Am 23. Mai 2019 wollen wir in Düsseldorf für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas demonstrieren. Es geht uns um mehr Personal für kleinere Gruppen und mehr individuelle Förderung für die Kinder.
(4) Mehr Große für die Kleinen
Mehr Personal für kleinere Gruppen und mehr individuelle Förderung für die Kinder.
(4a) Überlegungen zur zukünftigen Kita – Finanzierung in NRW

Zu wenig Betreuungsplätze für Kinder
Vor allem in den westlichen Flächenländern und den Stadtstaaten ist das Platzangebot für ein- und zweijährige Kinder noch zu gering, und auch für die Betreuung von Grundschulkindern besteht ein enormer Ausbaubedarf. In der Summe fehlen für die Betreuung von Kindern im Alter von bis zu zehneinhalb Jahren in Krippen, Kindertageseinrichtungen, Horten und Ganztagsschulen bundesweit bis zu 1,2 Millionen Plätze.

Der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund prognostiziert vor diesem Hintergrund bis zum Jahr 2025 einen Personalbedarf von bis zu 603.000 pädagogischen Fachkräften. Neben den demografischen Veränderungen und den bislang nicht erfüllten Elternwünschen wird dabei auch ein verbessertes Fachkraft-Kind-Verhältnis berücksichtigt.

 


(5a) Betreuungswünsche vieler Eltern bleiben unerfüllt (04.02.2019)

(5b) „Die Kita-Plätze reichen längst noch nicht aus“
Der Bedarf an Plätzen in der Kindertagesbetreuung ist immer noch deutlich größer als das Angebot, mahnt DJI-Wissenschaftlerin Christiane Meiner-Teubner anlässlich neuer Zahlen des Statistischen Bundesamts.

(5c) Gebührenfreie Kitas verstärken ungleiche Belastung von Familien
Immer mehr Bundesländer schaffen die Kita-Gebühren ganz oder teilweise ab. Wissenschaftlerin Christiane Meiner-Teubner warnt vor unerwünschten Nebeneffekten der Reformen.

(7) Deutschland braucht ein Bundesqualitätsgesetz für die Kindertagesbetreuung
29.10.2014
Hintergrundinformationen zum Rechtsgutachten
„Ein Bundesqualitätsgesetz – verfassungsrechtlicher Rahmen“
20.01.2016