Bergbau geht. Bildung kommt?

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen

2008 wurde die Entscheidung für Schicht am Schacht getroffen: Der Steinkohlenbergbau wird auslaufen!

Mitte November 2008 trafen sich 550 Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Davon berichtete Die Welt am 9. November unter der Schlagzeile: Bergbau geht. Bildung kommt.

Mit der Renaturierung der Emscher, der Route der Industriekultur, der Kulturhauptstadt 2010, dem Emscher – Landschaftspark, … wurde sehr viel auf die Beine gestellt. Deshalb erwarten wir eine Bildungsoffensive Ruhrgebiet, bei der man sich doch bitte mindestens genauso viel Mühe gibt!

Wir fragen, im Namen von zehntausenden benachteiligten Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und allen an Erziehung beteiligten Kräften: Wo bleibt der handlungsfähigeStaat?

In dieser Stadtverbandszeitung versuchen wir, die hochkomplexe Situation in sich aufeinander beziehenden Artikeln bzw. Abbildungen darzustellen.

Glückauf Zukunft!? schlägt einen Bogen von der Ruhrkohle AG Stiftung zum Berufsalltag an (Brennpunkt-) Grundschulen. Wie sieht die Finanzausstattung unter Tage zur Bewältigung der Ewigkeitslasten des Bergbaus aus? Was brauchen wir für den Ewigkeitsnutzen von Bildung?

• Mit dem Gelsenkirchener Partizipationsindex legt die Stabsstelle Kommunale Prävention unserer Stadt zum einen ein Spitzenprodukt der Sozialraumforschung vor. Es ermöglicht POSTLEITZAHLENGENAUE Unterstützungsleistungen für Kinder und Eltern. Zum
anderen verharrt der Schulträger in der Auffassung, mit finanziellen Ressourcen einer bettelarmen Stadt der Verantwortung für künftige Generationen nachhaltig gerecht werden zu können.

• In Hilfe dringend erforderlich und Eine Lehrerin schlägt Alarm ist die Alltagserfahrung der Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen nachzulesen. Was brauchen wir für gesunde Arbeitsbedingungen? Was brauchen wir an personellen Ressourcen, dass Schulen in herausfordernden Lagen nicht Orte der Überforderung bleiben?

• Landesregierung startet Ruhrkonferenz reißt an, was an aktiver Gestaltung der Zukunft des Ruhrgebietes geplant ist. Es deutet sich an: Diese Konferenz des Ministerpräsidenten Laschet wird so viel Wirkung auf Bildung haben wie die 2004er Emscher-Lippe-Konferenz des Ministerpräsidenten Steinbrück in Gelsenkirchen. Konferenzkirchen redet weiter titelte die TAZ am 07.06.2004.

• Diese Artikel sind ergänzt durch Grafiken, eine Karikatur, Titelbilder… Vielleicht erschließen sich Textinformationen leichter in Verbindung mit visueller Information.

Die Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zur Lösung der genannten Probleme und Aufgaben liegen auf dem Tisch. Dass wir hier „gut aufgestellt sind“, können sie nachlesen (S. 7, 11, 15, …).

Unterstützt/ unterstützen Sie unsere Forderungen und tretet/ treten Sie gemeinsam mit uns für gute Bildung und gute Arbeitsbedingungen ein! Sonst bleibt der Startschuss für eine Bildungsregion Ruhr von 2008 „ein Schuss in die Luft“.

Die GEW wird sich mit Analysen, Argumenten und Forderungen an die Vertreter der Gebietskörperschaften wenden. Mehr Kohle für Bildung im Pott – das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben

Mit GEWerkschaftlichen Grüßen
Euer/ Ihr Lothar Jacksteit